Die politische Komponente des Eurovision Song Contest

In „Kulturzeit“ von 3sat beschreibt Wilfried Jilge die Zusammenhänge von Politik und Kultur beim ESC in Kiew.

12. May 2017 - 0:00

Kategorie: Kultur, Konflikte und Strategien, Ukraine

Am 13. Mai fand der Eurovision Song Contest (ESC) in der Ukraine statt. Der russischen Künstlerin blieb die Einreise verwehrt, was in Russland für Unmut sorgte. Wilfried Jilge erklärt die Sicht der Ukraine. Sie erließ 2014 ein Gesetz, dass jeder, der auf die von Russland annektierte Seite der Krim einreisen wolle, um die Erlaubnis in Kiew fragen müsse.

Völkerrechtliche Mittel seien für die Ukraine die einzige Möglichkeit, auf das Unrecht der Annexion hinzuweisen und deutlich zu machen, dass die Krim ein Teil der Ukraine ist. Für die russische Propaganda sei es wichtig, Anlässe wie das Einreiseverbot der russischen Künstlerin zu suchen, mit denen man die Ukraine als russophob und nationalistisch diskreditieren könne, um vergangene Handlungen, wie die Annexion der Krim und Eingreifen Russlands zugunsten russischer Separatisten im Donbas vor allem nach innen rechtfertigen zu können.

Sehen Sie hier ab Minute 5:35 das Interview mit Wilfried Jilge.

 

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