Das Zwei-Prozent-Ziel für Deutschland

Christian Mölling erklärt, wie sich Deutschlands bisherige Ausgaben von 1,2 Prozent für die Verteidigung ergeben.

16. February 2017 - 0:00

Kategorie: Wirtschaft & Finanzen, Verteidigungspolitik, Vereinigte Staaten von Amerika, Deutschland

Die USA verlangen von Deutschland, dass es mehr für Verteidigung ausgibt als bisher mit nur 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Es geht um eine Erhöhung von 45 Milliarden Dollar auf 75 Milliarden Dollar. Damit fordern die USA eine Verdopplung des Verteidigungsbudgets von Deutschland. Christian Mölling ist davon nicht überzeugt. „Das Ziel macht an sich keinen Sinn“, so Mölling, da es zu viele Länder über einen Kamm schere.

Mölling erklärt, dass Deutschland nicht nur deshalb 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreiche, weil es wenig Geld ausgebe. Sondern auch, weil die Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik so groß sei. Da in Griechenland die Wirtschaft in der Krise gesunken ist, erhöhte sich der Anteil der Verteidigungsausgaben auf 2,4 Prozent nach oben. Bislang erfüllen Griechenland, Großbritannien, Polen und Estland als einziger Nato-Partner den Anteil an Ausgaben. Die Quote sei laut Mölling ein Input-Faktor, der nichts darüber aussage, wie effizient das Geld eingesetzt wird.

Bei der BIP-Quote belege Deutschland Platz 15, aber im Effizienz-Ranking Platz drei. Dementsprechend investiert Deutschland sein Geld gut. Darüber hinaus finanziert Deutschland wenig sachfremde Ausgaben. In anderen Ländern werde auch die Feuerwehr oder die Gendarmerie aus dem Wehretat bezahlt, was den Etat aufblähe. „In manchen Ländern ist ein großer Verteidigungshaushalt eine Ehre“, sagte Mölling, nicht aber in Deutschland.

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Weitere Statements von Christian Mölling bei Deutschlandfunk.

 
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