Aufregung um den Tatort

16. January 2018 - 0:00

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Wilfried Jilge, Ukraine-Experte der DGAP, kommentierte auf Anfrage der BILD den jüngsten „Tatort“-Krimi (ARD, 14.1.2018), der kontroverse Reaktionen auslöste. Der Krimi handelte von drei Aktivistinnen bzw. Aktivisten der Farbrevolutionen in Belgrad, Tiflis und Kiew, die Ihr Schweigen zu den Ereignissen brechen wollten. Sie werden von einem serbischen Professor in Wien, tatsächlich ein Mittelsmann der CIA, ermordet. Der Krimi deutet damit eine Beteiligung der CIA an den Farbrevolutionen an.

Wilfried Jilge lehnt diese Deutung ab: „Unmittelbar ausschlaggebend für die Auslösung und das weitere Anschwellen der Proteste auf dem Maidan war das sehr harte Vorgehen der Sicherheitsorgane des Regimes Janukowitsch gegen die Demonstranten infolge der Weigerung Janukowytschs, das Assoziierungs-Abkommen mit der EU zu unterschreiben … Die pro-europäische Stimmung in der Ukraine fiel auch nicht vom Himmel: Präferenzen für die Europäische Union äußerte eine relative Mehrheit der Bevölkerung bereits vor den Protesten und seit der 'Orangenen Revolution' 2004 ließ sich auch in einigen Gebieten des Südens und Südostens eine allmähliche Zunahme der Akzeptanz für eher pro-europäische Parteien beobachten“

Den ganzen Kommentar können Sie in der Online-Ausgabe der BILD lesen.

Eine gekürzte Version erschien am Dienstag, 16. Januar 2018 in der Druckfassung der Zeitung.

 

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