- Katrin Sold
Associate Fellow, Programm Frankreich/deutsch-französische Beziehungen
Fachgebiete
- Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika
- Transformationsprozesse in Nordafrika
- Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik der Maghreb-Staaten
- Europäische und französische Mittelmeer- und Nordafrikapolitik
Sprachen
Französisch, Englisch
Kontakt
E-Mail: sold@af.dgap.org
Katrin Sold ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) der Philipps-Universität Marburg. Von 2009 bis 2014 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin der DGAP sowie als Gastwissenschaftlerin am „Centre de Recherche sur l’Afrique et la Méditerranée“ (CERAM) in Rabat/Marokko und am „Institut de recherche sur le Maghreb contemporain“ (IRMC) in Tunis tätig.
Katrin Sold promoviert zur Rolle von Mittelschichten in politischen und sozioökonomischen Transformationsprozessen am Beispiel junger Start-up-Unternehmer in Marokko und Tunesien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Transformationsprozesse in Nordafrika, Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik der Maghreb-Staaten sowie euro-mediterrane Beziehungen. Katrin Sold studierte Politikwissenschaft und Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin und am Institut d’Études Politiques in Toulouse. Sie ist Mitherausgeberin des Online-Journals META – Middle East Topics and Arguments sowie der Schriftenreihe MENA direkt, die Entwicklungen im Mittleren Osten und Nordafrika beleuchtet.
Publikationen
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Ausgewählte Publikationen
- Migration und Sicherheit in Europas südlicher Nachbarschaft
- Warum die EU den Maghreb-Sahel als Großregion verstehen muss

- Im Maghreb verschob der „Arabische Frühling“ die Grundkoordinaten, im Sahel hat derweil Terrorismus die seit langem prekäre Lage weiter verschlechtert. Lange Zeit wurden die beiden Regionen getrennt voneinander betrachtet, doch ihre politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen wie Probleme sind regionenübergreifend – gerade in Hinblick auf Migration und Sicherheit ist eine ganzheitliche Perspektive auf die Großregion vonnöten.
- Kategorie: Internationale Politik/Beziehungen, Maghreb, Nordafrika
- Friedensnobelpreis für einen temporären Vermittlungserfolg
- Die Würdigung des tunesischen Dialog-Quartetts erfordert dessen Einordnung in den Transformationsprozess

- Der Friedensnobelpreis 2015 für das tunesische Quartett für den nationalen Dialog zeichnet eine Momentkoalition zivilgesellschaftlicher Institutionen aus, die mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung im Januar 2014 ein wichtiges Etappenziel im tunesischen Transformationsprozess ermöglichte. Doch funktionieren konnte sie nur vor dem Hintergrund der Entwicklungen des Jahres 2013 und dank der Konsensorientierung zahlreicher weiterer Akteure.
- Kategorie: Tunesien
- Machtkampf in Tunesien
- Islamisten und Säkulare ringen um die neue Verfassung, Bürger protestieren gegen die politische Gewalt

- Das Mutterland des „Arabischen Frühlings“ kommt nicht zur Ruhe. Während die Politik über den Rang der Religion in der Verfassung streitet, macht die Bevölkerung ihrem Unmut über die prekäre soziale Lage, schleichende Islamisierung und politische Gewalt Luft. Der zweite Mord an einem Oppositionspolitiker führte erneut zu Großdemonstrationen gegen die Regierung. Deren Zukunft hängt letztlich davon ab, wie vehement die Forderung nach Veränderung auf den Straßen artikuliert wird.
- Kategorie: Staat und Gesellschaft, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel, Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika
- Gemeinsame Mittelmeerpolitik? Fehlanzeige
- Statt zu kooperieren, verfolgen Deutschland und Frankreich in Nordafrika ihre jeweils eigene Agenda

- Der Sturz der Machthaber in Tunesien und Ägypten 2011 hat die europäischen Regierungen überrascht. Selbst Frankreich, das Nordafrika als seine Einflusssphäre betrachtet, zog sich auf eine abwartende Position zurück. Auch die deutsch-französische Abstimmung blieb während der Aufstände marginal und war von einer Vielzahl von Missverständnissen geprägt. Demesmay und Sold unternehmen eine Fehleranalyse.
- Kategorie: Bilaterale Beziehungen, Europa, Frankreich, Deutschland, Mittelmeer/Mittelmeerraum
- Mali-Einsatz: Frankreichs Werk und Europas Beitrag
- Die Rebellen musste Paris allein zurückschlagen. Jetzt ist die EU-Außenpolitik gefordert

- Der „Erste Hilfe-Einsatz“ Frankreichs hat das Überleben der malischen Regierung gesichert und das Land vor einer Machtübernahme der Islamisten bewahrt. Das lag im ureigenen Interesse der ehemaligen Kolonialmacht. Die Stabilisierung Malis erfordert jedoch mehr als einen kurzen Kampfeinsatz. Es gilt, die Rebellen an einer Rückkehr zu hindern, die ethnischen Konflikte beizulegen und das Land wirtschaftlich und politisch aufzubauen. Jetzt ist die Stunde der EU-Außenpolitik gekommen.
- Kategorie: Konflikte und Strategien, Europäische Union, GASP/GSVP, Afrika, Mali, Europa, Frankreich
- Frankreichs algerisches Erbe
- Die gemeinsame Geschichte und die von Gewalt begleitete Trennung belasten das Verhältnis beider Länder bis heute

- Die Folgen des Algerienkrieges sind nicht nur eine schwere Hypothek für die zwischenstaatlichen Beziehungen, sondern beeinflussen auch immer noch die französische Innenpolitik. Acht Prozent der Bürger haben algerische Wurzeln. Sie hielten die Erinnerung an die Staatskrise und die Flucht Hunderttausender wach, während Politik und Mehrheitsgesellschaft das Thema weitgehend verdrängten. Obwohl nun offener darüber diskutiert wird, ist die Aufarbeitung längst nicht vollendet.
- Kategorie: Staat und Gesellschaft, Bilaterale Beziehungen, Europa, Frankreich, Mittelmeer/Mittelmeerraum, Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Algerien
- Krise in Mali: Frankreich treibt internationalen Einsatz voran
- Gratwanderung zwischen sicherheitspolitischem Interesse und kolonialer Vergangenheit

- Islamistische Rebellen haben den Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht. Das Land droht zu einem Rückzugsraum für Terroristen zu werden, tausende Menschen sind auf der Flucht. Frankreich pflegt traditionell enge Beziehungen zu den westafrikanischen Staaten und setzt sich für eine internationale Intervention in Mali ein. Ein eigenes militärisches Engagement wie in Libyen kann sich Frankreichs Präsident François Hollande jedoch nicht leisten. Fünf Fragen an DGAP-Expertin Katrin Sold.
- Kategorie: Sicherheitspolitik, Afrika, Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Mali, Frankreich
- Frankreichs zurückhaltende Syrien-Politik
- Paris will eine Militärintervention gegen das Assad-Regime vermeiden

- In der Libyen-Krise profilierte sich Frankreich als Führungsnation und koordiniert nun einen Einsatz gegen islamische Rebellen in Mali. In Syrien jedoch verfolgt Präsident Hollande einen gemäßigten Kurs. Das ist einerseits eine Verbeugung vor der öffentlichen Meinung, zudem finanziellen und militärischen Engpässen geschuldet, und es spiegelt den neuen außenpolitischen Ansatz stärkerer multilateraler Einbindung wieder, schreibt Frankreich-Expertin Katrin Sold.
- Kategorie: Konflikte und Strategien, Europa, Frankreich, Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Syrien
- Auf der Suche nach Kohärenz
- Die europäische Mittelmeerpolitik nach dem arabischen Frühling

- Die Umbrüche in Nordafrika zwingen die Europäische Union dazu, ihre Mittelmeerpolitik neu auszurichten. Ohnehin überarbeitet die EU zur Zeit ihre Nachbarschaftspolitiken. Jetzt geht es darum, die neuen Ansätze mit den bestehenden Stärken zu kombinieren und die euromediterrane Zusammenarbeit noch mehr an den Bedürfnissen der Partner auszurichten.
- Kategorie: Europäische Union, Europäische Nachbarschaftspolitik, Euromediterrane Partnerschaft, Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika
- Mittelmeer und arabischer Raum: Primat der Innenpolitik
- Präsidentschaftswahlkampf 2012 in Frankreich
- Außenpolitik hat es schwer in Zeiten der Krise. Wie andernorts gilt dies auch für den französischen Präsidentschaftswahlkampf, der ins vierte Jahr der Wirtschaftskrise fällt. Und es gilt – dies mag verwundern – sogar für eines der wichtigsten außenpolitischen Themen des vergangenen Jahres, das für Frankreich traditionell von besonderer Bedeutung ist: die Mittelmeerpolitik und die Beziehungen zum arabischen Raum.
- Kategorie: Euromediterrane Partnerschaft, Frankreich






