Neue EU-Perspektive für den Westlichen Balkan?

Abschlussseminar des TRAIN 2017 Programms in Brüssel

19.11.2017 - 23.12.2017 | 09:00 - 18:00 | Brüssel | Nur für geladene Gäste

Kategorie: Balkan, Europäische Union

Auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft haben die Staaten des Westlichen Balkans einen kritischen Punkt erreicht. In vielen Ländern lässt sich ein Rückgang demokratischer Entwicklungen und eine wachsende Ablehnung der Bevölkerung gegenüber der EU beobachten. Gleichzeitig ist die EU aufgrund ihrer vielfältigen internen Krisen derzeit vor allem mit sich selbst beschäftigt. Mit dem Ziel, auf die aktuellen Entwicklungen in ihren Ländern aufmerksam zu machen und neue Impulse für die EU-Erweiterungspolitik zu geben, präsentierten und diskutierten Think-Tank-VertreterInnen aus dem Westlichen Balkan vom 19. bis 23. November 2017 ihre Forschungsergebnisse in Brüssel.

Das Seminar in Brüssel bildete den Abschluss des diesjährigen TRAIN-Programms zum Schwerpunktthema „Corruption and Informal Practices“. Ein Jahr lang forschten die zwölf Teilnehmenden aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Kosovo und Serbien zu diesem Thema. Nach Workshops in Belgrad und Berlin konnten sie abschließend ihre entwickelten Policy-Papiere auf europäischer Ebene mit EntscheidungsträgerInnen in Brüssel diskutieren. Auch sechs Alumni aus den früheren TRAIN-Jahrgängen nahmen erstmals an dem Abschlussseminar teil und bekamen so die Möglichkeit, sich mit den diesjährigen Teilnehmenden zu vernetzen, ihre Einschätzungen mit EU-Akteuren zu teilen und wichtige Anregungen für ihre Forschung zu sammeln.

Neben Treffen in der Deutschen Ständigen Vertretung bei der EU, dem Rat der EU und dem Europäischen Auswärtigen Dienst, konnten die Teilnehmenden bei der Europäischen Kommission in einen intensiven Austausch mit den Verantwortlichen der Generaldirektion für ihre jeweiligen Länder treten. Zentrale Themen waren die erwartete neue EU-Erweiterungsstrategie und die Forderung nach einem klaren Fahrplan zur EU-Mitgliedschaft. Ein weiterer Höhepunkt war ein Treffen im Europäischen Parlament, bei dem die Think-Tank-VertreterInnen ihre Forschungsergebnisse mit Abgeordneten des Auswärtigen Ausschusses diskutieren konnten.

TRAIN steht für „Think Tanks Providing Research and Advice through Interaction and Networking“ und richtet sich an unabhängige Politikforschungsinstitute aus dem Westlichen Balkan. Das Programm hat zum Ziel, einen Beitrag zur Unterstützung der Zivilgesellschaft zu leisten und den nationalen und europäischen Politikdialog zu zentralen Themen des EU-Integrationsprozess zu stärken. 

Ansprechpartner

  • Sarah Wohlfeld

    Sarah Wohlfeld

    Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Alfred von Oppenheim-Zentrum für Europäische Zukunftsfragen
    Tel.: +49 (0)30 25 42 31-44
    Fax: +49 (0)30 25 42 31-16
    wohlfeld@dgap.org

Veranstaltungen
DGAP in den Medien
Meistgelesen