Forschungsprojekt „Energiewende in Deutschland und Frankreich im Kontext der Ausarbeitung einer europäischen Energiepolitik“

Wie wollen Deutschland und Frankreich die Ziele des Energie- und Klimapakets der Europäischen Union erreichen? Welchen Energiemix wollen sie dafür nutzen? Wie wird die Energiewende beziehungsweise „transition énérgétique“ in beiden Ländern umgesetzt? Mit welchen Herausforderungen sind politische Entscheidungsträger, Energieregulierungsbehörden, Akteure, die für Produktion, Transport und Verteilung der Energie verantwortlich sind, sowie Forscher, die sich auf beiden Seiten des Rheins mit diesem Thema beschäftigen, konfrontiert? Das Forschungsprojekt widmet sich diesen Fragen und untersucht auch die deutsch-französische Zusammenarbeit bei der Ausarbeitung einer Energiepolitik auf Gemeinschaftsebene. Energiepolitische Entscheidungen anderer europäischer Länder wie Großbritannien, Österreich und Polen werden ebenfalls einbezogen.

Das Projekt hat eine Laufzeit bis 2016. Das Centre d’information et de recherche sur l’Allemagne contemporaine (CIRAC) führt es zusammen mit dem Programm Frankreich/deutsch-französische Beziehungen der DGAP durch. Das CIERA (Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne, Paris) und das Forschungszentrum Civilisations et identités culturelles comparées (CICC) der Universität Cergy-Pontoise unterstützen das Projekt.

Am 24. September 2015 widmet sich eine Tagung in Berlin im Rahmen des Ständigen Gesprächskreises Frankreich/deutsch-französische Beziehungen den neuen Herausforderungen, vor denen die Gas- und Elektrizitätssektoren in Deutschland und Frankreich stehen. Ein weiteres Panel behandelt die UN-Klimakonferenz COP 21, die Ende 2015 in Paris stattfindet. Im Frühjahr 2016 findet das gesamte Projekt seinen Abschluss mit einem Kolloquium über die deutsch-französische Zusammenarbeit im Kontext der Ausarbeitung einer Energiepolitik auf Gemeinschaftsebene.

Bereits im April 2015 fand in Paris ein Workshop zum Thema „Deutsche und französische Energiepolitik von den 70er-Jahren bis zur Energiewende“ statt. Der mit Unterstützung des Heinrich-Heine-Hauses organisierte Workshop bot Anlass zur Analyse der insbesondere nach den Ölkrisen 1973 und 1979/80 in Deutschland und Frankreich durchgeführten Energiepolitik. Außerdem behandelte er deren Auswirkungen auf die Entwicklung des Energiemix in beiden Ländern. Schließlich ging es auch um Strategien der Energiewende, die zurzeit in Deutschland und Frankreich umgesetzt werden. Der Workshop richtete sich an deutsche und französische Experten (Wissenschaftler, Journalisten, Entscheidungsträger aus Politik und Institutionen) sowie an interessierte Master-Studenten, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler. Die Beiträge aus dem Workshop werden in einem Sammelband veröffentlicht werden.

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