NATO after the Summit: (Re-)Emergence of European Security Ambitions?

Der Gesprächskreis Transatlantische Beziehungen diskutierte die Herausforderungen der NATO nach dem Gipfel von Wales.

Datum
16 September 2014
Uhrzeit
-
Ort der Veranstaltung
DGAP, Berlin, Deutschland
Einladungstyp
Nur für geladene Gäste

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Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der aktuellen Krise in der Ukraine und möglichen Strategien im Umgang mit Russland. In der Debatte und den Fragen der rund 30 Gäste wurde deutlich, dass die aktuellen Entwicklungen einen Weckruf für die Neujustierung europäischer Sicherheitsinteressen darstellen müssten. Dies beträfe unter anderem eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben in Europa sowie die Ausrichtung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Allgemeinen.

Nicht zu leugnen sei die Notwendigkeit eines deutlichen europäischen Engagements in dieser Frage – wobei sich Europa einer Unterstützung durch die USA sicher sein könne. Der Versuch einer amerikanischen Orientierung nach Asien in der jüngeren Vergangenheit sei nicht als Abwendung von Europa misszuverstehen. In diesem Kontext wurden mögliche Führungsmodelle diskutiert, die eine enge Kooperation zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland bedeuten würden. Die aktuelle Situation bedürfe einer Erneuerung der westlichen Allianz, in der die deutsch-amerikanische Beziehung im Mittelpunkte stehe.

Problematisiert wurde zudem die Form russischer Einmischung in der Ukraine durch militärische Unterstützung von Separatisten, die sich besonders problematisch in Form einer hybriden Kriegsführung auch auf NATO-Partner in Osteuropa ausweiten könne. Diese Form der Kriegsführung ziehe die Schwierigkeit für das Bündnis nach sich, den Zeitpunkt zu definieren, ab dem Artikel 5 (der Bündnisfall) greife.

Die Referenten waren Robert E. Hunter, ehemaliger Botschafter der Vereinigten Staaten bei der NATO und Senior Fellow am Center for Transatlantic Relations der Paul H. Nitze School of Advanced International Studies, Johns Hopkins University (Washington, DC); sowie Dr. Magdalena Kirchner, Associate Fellow im Programm USA/Transatlantische Beziehungen der DGAP. Karsten D. Voigt, Vorsitzender des Gesprächskreises Transatlantische Beziehungen, moderierte die Diskussion. Insgesamt nahmen rund 30 Gäste aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen am Gesprächskreis teil.

Die Veranstaltung wurde unterstützt von der Fritz Thyssen Stiftung und der Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin.

Format

Diskussion
Zielgruppe
Veranstaltung Forschungsprogramm
Programm
Themen

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