„Ziel der Aufklärung ist Versöhnung“

Erinnerungskultur und politische Bildung – das Diplomatenkolleg in Berlin und Hessen

17.01.2013 - 18.01.2013 | 09:00 - 18:00 | | Nur für geladene Gäste

Kategorie: Deutschland

Neben Entwicklungszusammenarbeit und Kriminalitätsbekämpfung standen vor allem Fragen der Erinnerungskultur und der politischen Bildung im Mittelpunkt. In Berlin und Hessen trafen die Teilnehmer des 8. Diplomatenkollegs mit Vertretern von Stiftungen und Institutionen zusammen.

GIZ

Schwerpunktthemen in Hessen waren Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit. Bei Besuchen bei der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Börse standen die Ursachen der aktuellen Finanzkrise im Mittelpunkt. In der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit diskutierten die Teilnehmer über Instrumente und Ziele deutscher Entwicklungspolitik.

In Wiesbaden traf die Gruppe mit dem Vizepräsident des Bundeskriminalamts Jürgen Stock zusammen, der über Struktur und Aufgaben seiner Behörde sowie internationale Kooperation in der Kriminalitätsbekämpfung sprach. Mit dem Leiter der hessischen Staatkanzlei, Axel Wintermeyer, sprachen die Kollegiaten zum Abschluss der Reise über die spezifischen Standortvorteile des Bundeslandes.

Aufarbeitung der Diktaturerfahrung

Am zweiten Kollegtag in Berlin stand die Aufarbeitung der Diktaturerfahrung nach dem Zweiten Weltkrieg in Ostdeutschland im Zentrum. Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, betonte im Gespräch: „Das Ziel der Aufklärung ist Versöhnung“.

Bei einem Treffen mit Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, ging es um politische Bildungsarbeit in Deutschland und die Philosophie der Bundeszentrale. Im Gespräch mit Vertretern aller politischen Stiftungen lernten die Stipendiaten Strukturen und Arbeitsweise dieser spezifisch deutschen Institutionen kennen.

 

Das Diplomatenkolleg ist ein Weiterbildungsangebot des Auswärtigen Amts und der Robert Bosch Stiftung, das sich an junge, in Deutschland akkreditierte Diplomatinnen und Diplomaten richtet. Das Programm wird mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) durchgeführt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Senta Höfer, senta.hoefer@diplo.de, 030 1817 4838 oder Sarah Wohlfeld, sarah.wohlfeld@diplo.de, 030 1817-1914.
 

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