Afghanistan verstehen

Eine historische und regionale Einordnung des internationalen Engagements mit Egon Ramms und Thomas Ruttig

17.01.2012 | 19:30 - 21:00 | DGAP Rauchstr. 17 10787 Berlin | Nur für Mitglieder JungeDGAP

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Die öffentliche Diskussion über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan wird von Fragestellungen geprägt, die die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Landes, seinen Menschen und den Strukturen vor Ort vermissen lassen. Es geht hauptsächlich darum, wann der Abzug deutscher Soldaten im welchem Umfang umgesetzt werden kann und mit wie viel Geld Deutschland Afghanistan weiterhin unterstützen wird. In der Diskussion mit Egon Ramms und Thomas Ruttig stand dagegen die afghanische Perspektive im Mittelpunkt.

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“ heißt es bei Matthias Claudius, und als der deutsche Dichter diese Zeilen im 18. Jahrhundert verfasste, herrschte am Hindukusch der Paschtune Ahmad Schah Durrani über sein Königreich, das unter afghanischen Historikern als Beginn des modernen Afghanistan bezeichnet wird.

Viel gereist – wenn auch knappe drei Jahrhunderte später – waren auch die beiden Gäste des Diskussionsabends „Unter Drei“ über den Einsatz der ISAF-Truppen in Afghanistan: Der ehemalige NATO-Kommandeur und General a.D. Egon Ramms sowie Thomas Ruttig vom Afghanistan-Analyst-Network wussten entsprechend ihrer langjährigen Erfahrungen viel Interessantes zu berichten und kritisch zu kommentieren.

Gerade der Versuch, eine verstärkt afghanische Perspektive bei der Bewertung des ISAF-Mandats einzunehmen und nicht in den Narrativ westlicher Politik oder Medienberichterstattung zu verfallen, war bei den Gästen auf großen Zuspruch gestoßen.

 

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