„Demokratie ist nie bequem“

Die Teilnehmer des Diplomatenkollegs in Berlin: das politische System der Bundesrepublik

08.12.2011 | 09:00 - 18:00 | DGAP | Nur für geladene Gäste

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Bei der dritten Kollegveranstaltung des Diplomatenkollegs am 8. Dezember 2011 in Berlin stand das politische System der Bundesregierung im Mittelpunkt. Zunächst trafen die Diplomatinnen und Diplomaten Jürgen Hofrichter, Bereichsleiter Wahlforschung bei Infratest dimap. Neben den Methoden der Umfrageforschung diskutierten sie vor allem auch das Wahlverhalten in Deutschland und die aktuelle politische Stimmungslage.

Anschließend besuchten die Kollegiaten Bundesrat und Bundestag, wo sie Gespräche mit dem Direktor des Bundesrates, Gerd Schmitt, und der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau, führten. Dort erfuhren sie mehr über die Struktur und Arbeitsweise der zentralen Organe der deutschen Legislative. Besonders deutlich wurde unter anderem die Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes.

„Demokratie ist nie bequem“ – mit diesen Worten beschrieb Bundespräsident a.D. Horst Köhler in einem intensiven Gespräch mit Teilnehmern die komplexen Entscheidungsverfahren in Deutschland. Offen sprach er auch über die Zukunftschancen Afrikas und globale Herausforderungen wie die Finanzkrise und die Verknappung von Ressourcen. Horst Köhler betonte, die Welt sei „in Unordnung geraten“, und mahnte global vernetztes Regierungshandeln an.

Zum Abschluss traf die Gruppe mit Frank Lüdecke, Autor und politischer Kabarettist, zu einem Arbeitsessen zusammen. Nicht nur der deutsche Kulturbetrieb war Thema des Gesprächs; auch erlebten die Teilnehmer, wie das politische System und seine Akteure humorvoll-satirisch betrachtet werden können.

Das Diplomatenkolleg ist ein Weiterbildungsangebot des Auswärtigen Amts und der Robert Bosch Stiftung, das sich an junge, in Deutschland akkreditierte Diplomaten aus Mittel- und Osteuropa, dem Südkaukasus, Zentralasien und China richtet. Das Diplomatenkolleg wird mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) durchgeführt.

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