Neue Dynamik für Europa

Feierliche Abschlussveranstaltung des Carl Friedrich Goerdeler-Kollegs für Good Governance

06.10.2011 | 16:00 - 18:30 | Robert Bosch Stiftung Berlin | Nur für geladene Gäste

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„Ich kann und will nicht glauben, dass die Europäische Union angesichts der Krise bereit ist, die Errungenschaften der Vergangenheit, die unter großen Anstrengungen erreicht worden sind, wieder aufzugeben.“ Eine Rede für die europäische Einigung von Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission a.D., bildete den Abschluss des Carl Friedrich Goerdeler-Kollegs für Good Governance der Robert Bosch Stiftung.

Dirk Enters

Verheugen blickte jedoch optimistisch in die Zukunft. Er halte eine immer stärker werdende Dynamik der europäischen Integration – sowohl bei der Vertiefung als auch bei der Erweiterung – für eine historische Gesetzmäßigkeit und auch Notwendigkeit. Die neue Generation sei nun als Ideen- und Impulsgeber gefragt, um der europäischen Integration neuen Schwung zu verleihen.

Das Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg führte vom 11. September bis 7. Oktober 2011 17 deutschsprachige Kollegiaten aus Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, der Ukraine und der Türkei zusammen, um in Vorträgen, Workshops, Debatten und Projektkursen in Berlin, Breslau und Warschau zum Thema „Management und Kommunikation in Gesellschaft, Verwaltung und Politik“ zu arbeiten.

Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung stellten die Teilnehmer die Ergebnisse des vierwöchigen Kollegphase vor. Sie entwickelten Projekte im Bereich der eGovernance, der Konfliktlösung und der politischen Bildung. In Deutschland und Polen diskutierten sie über die Erfolge und Risiken von Transformationsprozessen in Verwaltung und Wirtschaft.

In Gesprächen mit der Beauftragten für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien im Auswärtigen Amt Dr. Patricia Flor, dem außenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Philipp Mißfelder, Regierungssprecher Steffen Seibert und dem Referatsleiter für bilaterale Beziehungen zu den Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas im Bundeskanzleramt Dr. Christoph Israng gewannen die Kollegiaten Einblicke in die deutsche Politik.

„Manche Werte und Strukturen können nicht eins zu eins importiert werden, sondern müssen bei uns eigenständig wachsen“, so eine Kollegiatin. Dazu leistet das durch das Kolleg zwischen den teilnehmenden Ländern geschaffene Netzwerk einen wertvollen Beitrag. Eine weitere Teilnehmerin resümiert: „Das größte Geschenk sind die zwischen uns geschlossenen Freundschaften – auch über frozen conflicts hinweg.“

Das Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg für Good Governance ist ein Projekt der Robert Bosch Stiftung und wird in Zusammenarbeit mit der DGAP und der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin durchgeführt. Weitere Informationen: www.goerdeler-kolleg.de

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