„Für einen Nato-Einsatz ist die Lage zu heikel"

NATO-Sondersitzung zum Abschuss eines türkischen Kampfjets durch Syrien

26. June 2012 - 0:00

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Nachdem das syrische Militär ein Kampfflugzeug der Türkei in internationalem Luftraum abgeschossen hat, droht die Lage zwischen den Ländern zu eskalieren. Die Türkei will den Flugzeugabschuss bei der Sondersitzung nun doch als Angriff auf die Nato werten lassen. Nato-Experte Henning Riecke von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politk (DGAP) hält eine militärische Intervention jedoch für unwahrscheinlich.

Sondersitzungen des Nordatlantikrats der Nato sind nicht notwendigerweise die Vorstufe eines Militäreinsatzes. Auch nicht am Dienstag, wenn das Gremium auf Antrag Ankaras über den jüngsten Abschuss eines türkischen Kampfjets durch die syrische Flugabwehr berät, meint Henning Riecke von der DGAP. „Ein weiteres Libyen-Szenario wird es nicht geben“, sagte er der Nachrichtenagentur dapd mit Blick auf den Militäreinsatz des Transatlantischen Bündnisses in Nordafrika. „Auch wenn die Türkei den Abschuss als Gefährdung ihrer Sicherheit durch den Bürgerkrieg im Nachbarland interpretiert, gibt es realistisch nur drei Optionen: Aufklärung des Falls, eine Solidaritätserklärung und man wird den diplomatischen Druck auf das Assad-Regime erhöhen.“

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