Archiv DGAP in den Medien

  • EU-Assoziierungsabkommen – Russland droht mit Konsequenzen

    Interview mit Liana Fix | 27. June 2014 - 0:00 | ntv

    Der wichtigste Hebel Moskaus, um Georgien von seinem Europakurs abzubringen, sind die abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien. Auch in Moldau nimmt Russland Einfluss, 60% der Bevölkerung in der Provinz Transnistrien wollen die Annäherung an Russland. Entscheidend für die beiden Staaten wird die Sicherheit sein, meint Liana Fix von der DGAP. Die wirkliche Herausforderung sei, Georgien und Moldau auch nach der Unterzeichnung des Abkommens auf dem europäischen Weg zu halten, so die Expertin.

  • Klarheit für die deutsche Außenpolitik

    Beitrag von Sylke Tempel | 26. June 2014 - 0:00 | Deutschlandradio Kultur

    „Die Welt hat sich seit 1989 radikal verändert und Deutschland wird zum ersten Mal in seiner neueren Geschichte als Macht empfunden, die nicht zu bedrohlich, sondern zu zurückhaltend ist“, sagt Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift Internationale Politik. Es ginge nicht um mehr Militäreinsätze, „sondern darum gemeinsam mit Großbritannien, Frankreich und Polen eine europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik auf die Beine zu stellen, die ihren Namen auch verdient“, so die Expertin.

  • Der Irak zerfällt - das Ausland erklärt

    Interview mit Paul Freiherr von Maltzahn | 24. June 2014 - 0:00 | rbb Inforadio

    Dass die internationale Staatengemeinschaft einschreiten und das Chaos im Irak bekämpfen wird, sieht Paul Freiherr von Maltzahn, Generalsekretär der DGAP und ehemaliger Botschafter in Iran und im Irak nicht: "Ich fürchte, dass sich das Ausland wie im Falle Syrien weitgehend in Erklärungen erschöpfen wird." Auch in einer Konferenz mit allen Beteiligten sieht er wenig Sinn: "Es wäre wichtig, dass man auf dem Wege der Geheimdiplomatie die Saudis und die Iraner zusammen bringt."

  • USA-Iran Annäherung: Der Feind meines Feindes ist mein Freund

    Interview mit Josef Braml | 21. June 2014 - 0:00 | ZDF heute.de

    „Wenn man die gemeinsamen Interessen sieht - Bekämpfung des Terrorismus im Irak, Stabilität in der Region und Sicherung der Energieversorgung - dann gibt es durchaus Potenzial zur Verständigung“, sagt Josef Braml von der DGAP. Iran habe zudem signalisiert: „Sobald die Sanktionen aufgehoben werden, produzieren wir im wahrsten Wortsinn Öl um jeden Preis.“ Das heißt: "Die Iraner bieten den USA einen Plan B in der Energieversorgung", so der Experte.

  • Helden brauchen keine Regeln

    Gastbeitrag von Sylke Tempel | 20. June 2014 - 0:00 | Zeit Online

    Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift Internationale Politik (IP) diskutiert mit Shimon Stein, Fellow am Institut Sicherheit und Strategische Studien (INSS) über die „Spielregeln des 21. Jahrhunderts“ in der Weltpolitik. Die Großmachtpolitik des 19. Jahrhunderts mag vom Westen als inadäquat für das 21. Jahrhundert erklärt worden sein. Doch Heldentum als Ideal, Gewalt als Mittel der Politik und das Streben nach Einflusssphären sind weder verschwunden noch überwunden, so die Autoren.

  • USA sind nicht mehr Weltpolizist

    Interview mit Josef Braml | 17. June 2014 - 0:00 | Deutschlandradio Kultur

    Die EU werde vor allem mit Blick auf die Ukraine gefordert werden. Man müsse sich Gedanken machen, ob man die Sicherheit Europas gewährleisten könne. „Ob wir die Rolle der USA übernehmen können, wage ich zu bezweifeln", sagte Josef Braml von der DGAP über die Rolle Deutschlands. Bisher bezahlten die USA zwei Drittel des NATO-Budgets. "Das heißt, die Europäer werden jetzt wirklich in die Pflicht genommen“, so der Experte.

  • Ukraine-Krise: "Drohungen der NATO sind völlig unglaubwürdig"

    Interview mit Liana Fix | 15. June 2014 - 0:00 | Deutsche Welle

    „Russland weiß genau, dass die NATO in der Ukraine nicht militärisch eingreifen wird“, sagt Liana Fix von der DGAP. Deswegen seien Drohungen seitens der NATO völlig unglaubwürdig. Die Expertin geht davon aus, dass die Krise sich zwar beruhigen wird. „Aber die Probleme, die wir mit Russland haben, werden weitergehen - nicht nur aufgrund Russlands neu formulierter Außenpolitik mit einem Anspruch über seine Grenzen hinaus, sondern auch aufgrund seiner innenpolitischen Autokratisierung“, so die Expertin.

  • Die Juncker-Debatte und die Zukunft der EU

    Interview mit Almut Möller | 10. June 2014 - 0:00 | Deutschlandfunk

    Die Drohung des britischen Premiers, aus der EU auszutreten, wenn Jean-Claude Juncker Kommissionspräsident werde, sei Zeichen innenpolitischen Drucks auf ihn, sagte die Politologin Almut Möller im Deutschlandfunk. Cameron versuche, sich an die Spitze einer EU-Reformbewegung zu setzen, für die ihm eigentlich die Glaubwürdigkeit fehle. "Die Bundeskanzlerin und auch andere Partner innerhalb der Europäischen Union können sicherlich nicht auf britische Sonderwünsche an dieser Stelle eingehen", meint Möller.

  • Eurasische Wirtschaftsunion ohne die Ukraine wenig bedeutend

    Interview mit Stefan Meister | 29. May 2014 - 0:00 | DRadio Wissen

    Am 29. Mai unterzeichneten Russland, Belarus und Kasachstan den Gründungsvertrag der Eurasischen Wirtschaftsunion. Deren Ausgangspunkt ist eine Wirtschaftsintegration. Für Putin gehe es aber vor allem darum, die Länder der Region an Russland zu binden, so Stefan Meister von der DGAP. „Die Ursache des ganzen Ukraine-Konflikts ist, dass die Ukraine nicht in Putins Union wollte. Mit der aktuellen Regierung in Kiew wird es noch schwieriger werden, das Land in die Eurasische Wirtschaftsunion zu bringen.“

  • Ägypten: Der neue Präsident steht vor großen Herausforderungen

    Interview mit Josef Janning | 26. May 2014 - 0:00 | Deutsche Welle

    Was als Kampf für Freiheit und Demokratie begonnen hat, mündete in einer schweren Wirtschaftskrise. Drei Jahre nach dem Sturz von Husni Mubarak wählte das Land bereits zum zweiten Mal einen Präsidenten. Wenn die Prognosen stimmen, dann wird Abdel Fattah al-Sisi Ägyptens neuer Staatschef. "Mit diesem Mann als Präsidenten würde Ägypten keine durchgreifende Wirtschaftsreform erleben. Denn so eine Reform könnte die Armee mit ihren zahlreichen Unternehmungen nicht aussparen", sagt Josef Janning von der DGAP.

  • Europawahl 2014: Die fünf größten Baustellen der EU

    Interview mit Julian Rappold | 25. May 2014 - 0:00 | 20 Minuten

    Neben der Euro-Krise, der hohen Jugendarbeitslosigkeit, den Problemen mit der Flüchtlings- und Migrationspolitik, dem geringen Gewicht der EU als außenpolitischer Akteur benennt Julian Rappold von der DGAP das fehlende Bürgervertrauen als eine der fünf aktuell größten Baustellen der EU. «Das Krisenmanagement aus Brüssel und Strassburg war vielen unverständlich, Entscheidungsprozesse nicht nachvollziehbar, die Kommunikation nicht transparent genug», erklärt er das abnehmende Vertrauen in die EU.

  • Hat die EU keine gemeinsame Vision für das 21. Jahrhundert?

    Interview mit Almut Möller | 14. May 2014 - 0:00 | Bundeszentrale für politische Bildung

    Viele Menschen in Europa stellen berechtigt kritische Fragen an die EU. Besonders für junge Menschen in den Krisenländern ist das europäische Versprechen brüchig geworden. Europa aber hat eine Vision: Einen Lebensentwurf, der Frieden, Freiheit, Rechtstaatlichkeit, Zusammenhalt und Wohlstand auch für künftige Generationen ermöglicht. Dieser ist auch heute nicht ohne Anstrengungen zu haben, argumentiert Programmleiterin Almut Möller im Blog zur Europa-Wahl 2014 der Bundeszentrale für politische Bildung.

  • Ukraine: Abstimmung könnte Präsidentschaftswahlen verhindern

    Interview mit Liana Fix | 12. May 2014 - 0:00 | Deutsche Welle

    Die Ergebnisse der Abstimmung, bei der die Mehrheit für eine Unabhängigkeit gestimmt hat, sind vermutlich gefälscht. „Was sie allerdings tun, ist, die Legitimität der Separatisten vor Ort zu erhöhen“, sagt Liana Fix von der DGAP. Ziel des Votums sei es gewesen, „die Ukraine weiter zu destabilisieren und die Präsidentschaftswahlen mit großer Wahrscheinlichkeit zu verhindern. Das ist Moskaus zentrales Interesse, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein pro-russischer Kandidat gewinnen würde.“

  • Ungleiches Pärchen: Hollande besucht Merkel

    Interview mit Claire Demesmay | 9. May 2014 - 0:00 | Deutsche Welle

    Vor allem bei zentralen Fragen der Wirtschafts- und Europapolitik wirken beide Länder nicht wie ein harmonisches Pärchen. Für Claire Demesmay von der DGAP sind diese Konfliktthemen jedoch nichts Neues: "Es sind traditionelle französische Forderungen und ebenso lang schon stehen die deutschen Antworten fest." Dass trotz aller Unterschiede auch Gemeinsamkeiten existieren, habe der Kompromiss bei der europäischen Bankenunion oder die Haltung gegenüber Russland im Ukraine-Konflikt gezeigt, so Demesmay.

  • Studie entlarvt viele Irrtümer über Europa

    Medienkooperation mit Le Monde diplomatique und der TAZ | 7. May 2014 - 0:00 | Rheinische Post Online

    Auch die Annahme, die westeuropäischen Staaten hätten die größten Demografieprobleme, wird verworfen. Fakten wie diese haben die DGAP, die Heinrich-Böll-Stiftung, der ECFR und Le Monde diplomatique in ihrem Europa-Atlas zusammengetragen. Dabei setzten die Autoren auch bei populären Aspekten an, durch die Europa für Millionen erfahrbar werde, wie den Eurovision Song Contest. Es sei darum gegangen, Europa einmal nicht institutionell darzustellen, erläutert Almut Möller von der DGAP.

  • Bundespräsident Gauck in Tschechien

    Interview mit Jennifer Schevardo | 4. May 2014 - 0:00 | Deutsche Welle

    Auf der Agenda steht dieses Mal vermutlich ein brisantes Thema der deutsch-tschechischen Vergangenheit: Die Vertreibung der Sudetendeutschen. "Mein Eindruck ist, dass das Thema nicht mehr so relevant ist in den deutsch-tschechischen Beziehungen - es hat auf jeden Fall jegliche Explosivität verloren. Heutzutage kann man auch in Tschechien die Vertreibung kritisieren" sagt Jennifer Schevardo von der DGAP. "Deutschland und Tschechien haben ein sehr gutes Verhältnis", meint die Expertin.

  • Entwicklung der Krise in der Ukraine

    Interview mit Dr. Ewald Böhlke | 26. April 2014 - 0:00 | Pressespiegel (Deutschlandfunk, tagesschau.de, Huffington Post, Deutsche Welle)

    Auf die Frage ob ein neuer kalter Krieg droht sagt Ewald Böhlke von der DGAP: „Es droht ein heißer Krieg. Der heiße Krieg kann entstehen, wenn der Bürgerkrieg voll entbrennt, es kann zwischenstaatlichen Krieg geben, es können die Nachbarländer bedroht sein, es ist völlig offen. Es ist ein anderes Modell als auf der Krim. Wir haben aus sozialen Gründen heraus eine Destabilisierung der Ostukraine, es kann sein, dass Russland nur Truppen schicken muss und die Bevölkerung wird sie mit Begeisterung empfangen.“

  • "Obama auf schwieriger Mission"

    Interview mit Josef Braml | 25. April 2014 - 0:00 | Deutsche Welle

    „Obamas Mission wird noch zusätzlich durch die Krise in der Ukraine erschwert“, meint USA-Experte Josef Braml von der DGAP. „Die Asiaten werden sehr genau hinsehen, wie es um den Schutz durch die Schutzmacht USA bestellt ist. Die USA haben eine Vereinbarung mit unterschrieben, in der die Integrität der Ukraine garantiert wurde. Wenn die USA das nicht einhalten können, wird man sich auch in Asien fragen, was die Zusagen im Rahmen der Pax Americana in Asien wirklich wert sind.“

  • Angela Merkels „Scheitert der Euro, scheitert Europa“ - Botschaft

    Gastbeitrag von Almut Möller | 25. April 2014 - 0:00 | ZDF Online

    „Natürlich ginge Europa nicht unter, wenn die europäische Währungsunion auseinander bricht“, sagt die Europa-Expertin Almut Möller von der DGAP. Grund für diese provokante Formulierung sei, „dass die Kanzlerin seit 2010 Akzeptanz in der deutschen Bevölkerung für die Euro-Rettungsmaßnahmen organisieren musste. Die wesentlichen Abstimmungen fanden ja im Deutschen Bundestag statt“, so die Expertin. „Das Auseinanderbrechen der Währungsunion war plötzlich ein realistisches Szenario.“

  • Die Folgen der Ukraine-Krise für Europa

    Interview mit Ewald Böhlke | 24. April 2014 - 0:00 | tagesschau.de

    Die dramatische Lage in der Ukraine trübt die Aussicht auf eine friedliche Lösung des Konflikts. Nun sei eine starke Symbolik notwendig, meint Ewald Böhlke von der DGAP: „Folgender Vorschlag ganz praktischer Art: Herr Lawrow und Kerry treffen sich in Donjezk und starten gemeinsam mit der OSZE und der Regionalverwaltung die Entwaffnung der Separatisten. Wir haben alle Möglichkeiten, es fehlt jetzt am russischen Willen wirklich konkret zur Entwaffnung der Separatisten beizutragen.“