Archiv DGAP in den Medien

  • Entwicklung der Krise in der Ukraine

    Interview mit Dr. Ewald Böhlke | 26. April 2014 - 0:00 | Pressespiegel (Deutschlandfunk, tagesschau.de, Huffington Post, Deutsche Welle)

    Auf die Frage ob ein neuer kalter Krieg droht sagt Ewald Böhlke von der DGAP: „Es droht ein heißer Krieg. Der heiße Krieg kann entstehen, wenn der Bürgerkrieg voll entbrennt, es kann zwischenstaatlichen Krieg geben, es können die Nachbarländer bedroht sein, es ist völlig offen. Es ist ein anderes Modell als auf der Krim. Wir haben aus sozialen Gründen heraus eine Destabilisierung der Ostukraine, es kann sein, dass Russland nur Truppen schicken muss und die Bevölkerung wird sie mit Begeisterung empfangen.“

  • "Obama auf schwieriger Mission"

    Interview mit Josef Braml | 25. April 2014 - 0:00 | Deutsche Welle

    „Obamas Mission wird noch zusätzlich durch die Krise in der Ukraine erschwert“, meint USA-Experte Josef Braml von der DGAP. „Die Asiaten werden sehr genau hinsehen, wie es um den Schutz durch die Schutzmacht USA bestellt ist. Die USA haben eine Vereinbarung mit unterschrieben, in der die Integrität der Ukraine garantiert wurde. Wenn die USA das nicht einhalten können, wird man sich auch in Asien fragen, was die Zusagen im Rahmen der Pax Americana in Asien wirklich wert sind.“

  • Angela Merkels „Scheitert der Euro, scheitert Europa“ - Botschaft

    Gastbeitrag von Almut Möller | 25. April 2014 - 0:00 | ZDF Online

    „Natürlich ginge Europa nicht unter, wenn die europäische Währungsunion auseinander bricht“, sagt die Europa-Expertin Almut Möller von der DGAP. Grund für diese provokante Formulierung sei, „dass die Kanzlerin seit 2010 Akzeptanz in der deutschen Bevölkerung für die Euro-Rettungsmaßnahmen organisieren musste. Die wesentlichen Abstimmungen fanden ja im Deutschen Bundestag statt“, so die Expertin. „Das Auseinanderbrechen der Währungsunion war plötzlich ein realistisches Szenario.“

  • Die Folgen der Ukraine-Krise für Europa

    Interview mit Ewald Böhlke | 24. April 2014 - 0:00 | tagesschau.de

    Die dramatische Lage in der Ukraine trübt die Aussicht auf eine friedliche Lösung des Konflikts. Nun sei eine starke Symbolik notwendig, meint Ewald Böhlke von der DGAP: „Folgender Vorschlag ganz praktischer Art: Herr Lawrow und Kerry treffen sich in Donjezk und starten gemeinsam mit der OSZE und der Regionalverwaltung die Entwaffnung der Separatisten. Wir haben alle Möglichkeiten, es fehlt jetzt am russischen Willen wirklich konkret zur Entwaffnung der Separatisten beizutragen.“

  • Barack Obama: Doppelte Russland-Strategie

    Interview mit Josef Braml | 23. April 2014 - 0:00 | Wirtschaftsblatt

    Das Doppelsignal - Demonstration militärischer Stärke gegenüber Russland und verstärkte diplomatische Anstrengungen - kennzeichnen derzeit die Strategie von Barack Obama. „Die US-Regierung braucht die Kooperation Russlands etwa bei Afghanistan", sagt Josef Braml von der DGAP. Andererseits müsse Obama auch beachten, welche Signalwirkung die Ukraine-Krise in Asien habe. "Die asiatischen Verbündeten sehen dies als Test, inwieweit die Amerikaner wirklich bereit sind, ihre Partner zu verteidigen.“

  • "In der Ukraine läuft uns die Zeit davon"

    Interview mit Liana Fix | 21. April 2014 - 0:00 | Deutsche Welle

    Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland sollten nur angewendet werden, wenn eine russische Intervention in der Ostukraine nachgewiesen werden könne, so Liana Fix von der DGAP. Sie fordert deshalb mehr Beobachter in der Region. „Dann könnte man wirklich klären, wer vor Ort was tut und wie groß der Rückhalt in der Bevölkerung dafür ist. Und die Gretchen-Frage ist: Woher bekommen sie ihre Unterstützung? Der eine durchschlagende Beweis für eine russische Unterstützung fehlt immer noch.“

  • Putins Atomraketentest: „Wir sind zu allem bereit“

    Interview mit Ewald Böhlke | 14. April 2014 - 0:00 | Focus

    Natürlich hat jeder Atomwaffentest eine Symbolwirkung“, sagte Ewald Böhlke, Direktor des Berthold-Beitz-Zentrums bei der DGAP. Doch ein solcher Test benötige monatelange Vorbereitung. „Das ist ein großer industrieller Komplex, bei dem es vielleicht einen gewissen Spielraum gibt, ob man ihn ein paar Tage früher oder später durchführt – grundsätzlich aber muss das schon seit Längerem geplant gewesen sein“. Eine Kausalbeziehung zum Konflikt in der Ukraine würde er deshalb nicht herstellen.

  • Russland und die Ukraine: Die Nato muss umdenken

    Interview mit Dr. Henning Riecke | 14. April 2014 - 0:00 | Deutschlandfunk

    Die NATO nimmt seit Mitte der 90er Jahre keine Staaten auf, die offene territoriale Fragen haben. Henning Riecke, NATO-Experte der DGAP meint dazu: „Putin hat durch die Annexion der Krim eine Situation geschaffen, in der durch diese offene territoriale Frage die Ukraine nicht mehr in die NATO aufgenommen werden kann. Kiew kann nicht akzeptieren, was passiert ist und die anderen Staaten auch nicht. Und das bedeutet auf lange Sicht: Keine Mitgliedschaft für die Ukraine."

  • Ukraine: Lässt sich ein Bürgerkrieg noch verhindern?

    Interview mit Ewald Böhlke | 14. April 2014 - 0:00 | Bayern 2

    Im Tagesgespräch mit Stefanie Heinzeller und in der Diskussion mit Zuhörern spricht Ewald Böhlke von der DGAP über die Eskalation in der Ukraine: „Natürlich hatten wir über all die Wochen hin ein Grundproblem, nämlich, dass Paramilitärs auf allen Seiten bewaffnet in der Ukraine aktiv waren. Dass es in diese Eskalationsstufe geht ist das eigentliche Desaster, das ist der Anfang eines möglichen Bürgerkrieges. Ein Referendum ist dringend erforderlich, um endlich die Menschen sprechen zu lassen.“

  • Bundeswehr: Deutsches Engagement in Zentralafrika

    10. April 2014 - 0:00

    "Ich denke, dass es trotz der bescheidenen personellen Beteiligung ein deutliches Signal für eine Verantwortungsübernahme der Deutschen im Rahmen europäischer Sicherheitspolitik ist", sagt die Politologin Yvonne van Diepen von der DGAP. "Deutschland konzentriert sich auf seine Schlüsselfähigkeiten und die liegen auf der Basis von strategischen Lufttransporten Verwundeter und nicht zwangsläufig in einem effektiven Einsatz von Waffengewalt."

  • 6 Gründe für die merkwürdige Sympathie der Deutschen für Putin und Russland

    Interview mit Liana Fix | 4. April 2014 - 0:00 | Huffington Post

    Laut Deutschlandtrend sehen 49 Prozent der wahlberechtigten Deutschen die Bundesrepublik künftig in einer Art Vermittlerrolle zwischen Westen und Russland. Sie zeigen Verständnis für das Handeln von Präsident Putin. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen der Deutschen in Nato und EU. „Das ist ein sehr überraschender Befund", sagte Liana Fix, Russland-Expertin der DGAP. Wie kommt es bloß zu der Sympathie mit einem so umstrittenen Präsidenten wie Putin? Fix sieht sechs verschiedene Gründe.

  • Berlin setzt neue Akzente am Hindukusch

    Artikel über DGAP Analyse | 3. April 2014 - 0:00 | Frankfurter Rundschau

    Anfang April wird in Afghanistan ein neuer Präsident gewählt. Erst danach wird sich der weitere Einsatz der internationalen Schutztruppe klären. Eine Studie von Experten der DGAP zeichnet ein düsteres Bild. Die „sicherheitsrelevanten Zwischenfälle“ sind 2013 dramatisch gestiegen. Parallel steigt die Zahl der getöteten afghanischen Soldaten. Die reduzierte Anschlussmission wäre nach Ansicht von Behrooz Abdolvand und Konstantin Winter nicht in der Lage, die Stabilität im Land zu gewährleisten.

  • Krise durch innenpolitische Entwicklung vorhersehbar

    Interview mit Henning Riecke | 2. April 2014 - 0:00 | Stimme Russlands

    Nach der Annexion der Krim durch Russland überlegen Experten, wie es um die Zukunft der Ukraine bestellt ist. Henning Riecke über die Rolle der USA und der EU in der Ukraine-Krise: „In dieser Position hat der Westen auf Kräfte gesetzt, die sich eher für Demokratie und Menschenrechte und Neuwahlen einsetzten. Auf jeden Fall ist es nicht so gewesen, dass die EU sich das jetzt so ausgedacht hätte, dass man einen Aufruhr gewissermaßen heraufbeschwört.“

  • Hollande hat keine Wahl

    Interviewes mit Claire Demesmay | 31. March 2014 - 0:00 | Deutsche Welle, Die Welt/ AFP

    Trotz dem Debakel für die Sozialisten bei den französischen Kommunalwahlen ist es unwahrscheinlich, dass Hollande seinen Reformkurs verlässt. Immerhin habe die französische Regierung vor einigen Monaten begonnen, den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren und die Belastungen für Unternehmen zu senken, sagt Claire Demesmay, Frankreich-Expertin der DGAP. "Dabei wurden die Gewerkschaften mit einbezogen, es ist nicht zu großen Streiks gekommen. Das ist zwar keine 'Agenda 2010', aber ein erster Schritt."

  • Staatsbesuch von Xi Jinping

    Interviews mit Eberhard Sandschneider | 28. March 2014 - 0:00 | Pressespiegel zum Staatsbesuch von Xi Jinping (Deutschlandradio, WDR 5, Tagesschau, N24)

    Eberhard Sandschneider, Forschungsdirektor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), warnt davor, die Beziehungen zwischen Deutschland und China überzubewerten. Die Chinesen würden in Europa, und auch in der Ukraine, ganz eigene Interessen verfolgen, die vor allem wirtschaftlicher Art seien. "Einen Konflikt zwischen dem Westen und Russland im Stile des Kalten Krieges ist nicht im Interesse Chinas, weil es auch den chinesischen Wirtschaftsbeziehungen auf globaler Ebene schadet."

  • Tieferliegende westliche Werte

    Interview mit Josef Braml | 24. March 2014 - 0:00 | Mittelbadische Presse

    „Es ist zu befürchten, dass Moskau weitere Teile der Ukraine unter seine Kontrolle nehmen wird, um angeblich die Energiesicherheit der annektierten Krim zu sichern“, sagt Josef Braml von der DGAP. Dennoch erwartet er lediglich symbolische Reaktionen der westlichen Länder: „Ein Blick in die bisherige Geschichte im Umgang mit Russland und Einsichten in die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen den USA und Europa einerseits und Russland andererseits werden ihr realpolitisches Handeln leiten.“

  • Wer hat die Macht?

    Radiointerview mit Ewald Böhlke | 19. March 2014 - 0:00 | Deutschlandradio Kultur

    "Das entscheidende Signal, das die Krim uns und allen gibt, ist, dass eine bestimmte Phase in der russischen Wahrnehmung von Weltpolitik beendet ist“, sagte Ewald Böhlke im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. "Es gibt nicht mehr einen Hegemon auf der Welt, der sich die Vereinigten Staaten von Amerika nennt, sondern Russland beansprucht für sich diese Hegemon-Rolle in einer multipolaren Welt für bestimmte Einflusssphären mit", meint der Russland- und GUS-Experte von der DGAP.

  • Der blamierte Westen

    Radiodiskussion mit Ewald Böhlke | 17. March 2014 - 0:00 | SWR 2 Forum

    Das Ergebnis erinnert an alte Sowjetzeiten -angeblich 96,6 Prozent der Wähler auf der Krim haben am 16. März für den Beitritt zu Russland gestimmt. Der Westen ist brüskiert. Die Außenminister der EU beraten nun über Sanktionen. Ewald Böhlke, Direktor des Berthold Beitz-Zentrums der DGAP bezweifelt die Wirkung dieser Maßnahmen: „Wir haben seit 20 Jahren Erfahrungen mit Sanktionspolitik und die Ergebnisse sind katastrophal“, sagte er im Hinblick zum Beispiel auf den Iran.

  • Nach dem Krim-Referendum

    Interview mit Christian Wipperfürth | 17. March 2014 - 0:00 | Deutschlandradio Kultur

    Nach dem Referendum auf der Krim rechnet Christian Wipperfürth nicht damit, dass Russland die Krim in nächster Zeit aufnehmen wird. Moskau spiele auf Zeit und wolle die Halbinsel als "Hebel nutzen", um mit der Ukraine und dem Westen ins Gespräch zu kommen, glaubt der Associate Fellow der DGAP. Die beschlossenen Sanktionen hält er für kontraproduktiv: "Das ist, wie einen Bären mit Nadelstichen zu einem gewissen Handeln zu bewegen." Eher müsse der Westen in bestimmten Fragen stärker auf Russland zubewegen.

  • Krisenherd Krim

    TV-Interview mit Eberhard Sandschneider | 17. March 2014 - 0:00 | ZDF spezial

    Im Gegensatz zu Russland erkennt der Westen das Referendum auf der Krim nicht an. Doch für Putin spiele das keine Rolle, meint Eberhard Sandschneider, Forschungsdirektor der DGAP. "Irgendwann hat dieser Präsident für sich beschlossen, dass ihn sein Image im Westen nicht mehr Interessiert. Er ist der Präsident Russlands und dort interessiert ihn sein Image. Und wie man in den letzten Tagen gesehen hat, seine Krim-Politik trägt durchaus zu seiner Popularität bei."

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