Die Trump-Präsidentschaft hat gezeigt, dass die transatlantische Partnerschaft nicht mehr als Selbstverständlichkeit angesehen werden kann. Auch wenn sich die Beziehungen mit der Wahl von Joe Biden kurzfristig verbessern, bleiben wichtige Interessenkonflikte bestehen. Strukturelle Faktoren deuten darüber hinaus auf eine fundamentale Umorientierung amerikanischer Außenpolitik hin, was Deutschlands Interessen außerordentlich stark tangieren kann. Deutsche und europäische Entscheidungsträger müssen sich auf verschiedene Szenarien vorbereiten und Strategien entwickeln, um den bevorstehenden Veränderungen erfolgreich begegnen zu können.

Auf Grund dieser Entwicklungen und um die Doppelfunktion von Politik- und Öffentlichkeitsberatung noch besser wahrzunehmen, hat die DGAP dank einer dreijährigen Projektförderung durch die Friede Springer Stiftung eine neue USA-Strategiegruppe etabliert. Diese soll dabei helfen, politische und wirtschaftliche Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger für mögliche zukünftige Entwicklungen der amerikanischen Außenpolitik zu sensibilisieren und sie frühzeitig auf neue strategische Trends einzustellen.

Die Strategiegruppe ist ein exklusiver Kreis von rund 20 Fachleuten aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Sie trifft sich drei bis vier Mal im Jahr, um gemeinsam über globale, wirtschaftliche und innenpolitische Faktoren zu beraten, welche die amerikanische Außenpolitik und die transatlantischen Beziehungen mittel- bis langfristig beeinflussen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Arbeit der USA-Strategiegruppe werden dabei in kurzen Policy Briefs zusammengefasst und mit prägnanten Schlussfolgerungen und Handlungsoptionen aufbereitet. Auf diese Weise können die privaten Diskussionen auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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