Merkel und Putin im Dialog:
Merkel und Putin im Dialog:

Die Rückkehr des Pragmatismus

von Stefan Meister | Russische Föderation, Internationale Politik/Beziehungen

Die Begegnung zwischen Angela Merkel und Wladimir Putin am Samstag in Meseberg markiert einen Wendepunkt in den deutsch-russischen Beziehungen. Obwohl der Ukraine-Konflikt ungelöst ist, erfordern Themen wie Nord Stream 2, der Krieg in Syrien, das Iran-Abkommen und die US-Handelspolitik unter Präsident Donald Trump eine pragmatische Interessenpolitik auf beiden Seiten. Das Treffen ist eine Chance, das deutsch-russische Verhältnis auf der Arbeitsebene zu normalisieren, ohne grundsätzliche Differenzen aufzugeben.

zum thema

Standpunkt

Erdoğans Echokammer: Die türkische Lira-Krise ist hausgemacht
Erdoğans Echokammer: Die türkische Lira-Krise ist hausgemacht

von Kristian Brakel | Türkei, Wirtschaft & Finanzen

Nicht die von US-Präsident Trump angekündigte Erhöhung der Zölle auf Stahlimporte ist für den Verfall der Lira verantwortlich. Die Krise ist vielmehr Ergebnis einer ins Trudeln geratenen Wirtschaftspolitik. Die aktuelle türkische Wirtschaftspolitik ist dabei symptomatisch für das immer autoritärer werdende „System Erdoğan“: Nepotismus, die Säuberung des Staatsapparats, die Verschmelzung des Präsidenten mit dem Staat und eine überambitionierte Außenpolitik zeigen jetzt ihre negative Wirkung.

Analyse

Zwischen Optimismus und Misstrauen
Zwischen Optimismus und Misstrauen

Frankreichs Jugend zweifelt an Reformerfolgen

von Julie Hamann, Sara Jakob | Frankreich, Reform

Die von Präsident Macron angestoßenen Arbeits- und Bildungsreformen sind nichts Geringeres als ein Kulturwandel. Mehr Investitionen sollen die Chancen von Kindern und Jugendlichen verbessern und Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte nachholen. Allerdings werden die Auswirkungen der Reformen kaum schnell spürbar sein. Auch verfestigt sich der Eindruck, dass die ärmeren Bevölkerungsschichten nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dies birgt die Gefahr einer weiteren politischen Radikalisierung.

Kompakt

Kurzfristiger Gewinner, langfristiger Verlierer
Kurzfristiger Gewinner, langfristiger Verlierer

Aufgekündigtes Atomabkommen mit Iran

von Sebastian Sons | Iran, Sicherheitspolitik

Durch den US-Ausstieg aus dem Atomabkommen mit Iran sieht sich Saudi-Arabien als Regionalmacht gestärkt. Doch dies könnte sich als trügerische Wahrnehmung erweisen: Denn auch Iran konnte seinen Einfluss in Richtung Syrien und Irak ausbauen. Für die Region droht neue Instabilität. Der Konflikt zwischen Iran und Israel könnte sogar in einem neuen Wettrüsten münden. Deshalb sollte die saudische Führung US-Präsident Trump auf ein neues Abkommen drängen. Auch Deutschland sollte diesen Schritt unterstützen.

Standpunkt

Gipfel in Helsinki
Gipfel in Helsinki

Plattform für Putins innenpolitische Manöver

von Sarah Pagung | Russische Föderation, Transatlantische Beziehungen

Wladimir Putin kann sich nach dem Gipfel mit Donald Trump als Sieger fühlen. Er hat von Präsident Trump die Anerkennung bekommen, die er für die Systemstabilität in Russland benötigt und kann von unbeliebten innenpolitischen Reformen ablenken. Trump selbst fliegt ohne konkrete Ergebnisse nach Hause. Europa, verbannt zum Zaungast in einem internationalen Medienspektakel, kann trotzdem aufatmen.

INTERNATIONALE POLITIK

IP im Juli/August: Künstliche Intelligenz
IP im Juli/August: Künstliche Intelligenz

Die „Internationale Politik“ beleuchtet einen Machtfaktor von morgen

Auf dem Weg zur Datenökonomie ist die Welt an einem Wendepunkt angelangt. Maschinelles Lernen verselbstständigt sich, es entsteht Künstliche Intelligenz (KI). Die USA sind bei KI führend, China will sich binnen zwölf Jahren an die Weltspitze setzen. Deutschland und Europa? Hinken den Entwicklungen hinterher  aber noch ist es nicht zu spät, erklären u.a. Cécile Boutelet, Philippe Lorenz, Ludwig Siegele und Katrin Suder in der aktuellen IP.

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